Wiler Zeitung (21. März 2011)


Jacqueline Rubli zeigt es vor, die Kinder singen und tanzen es nach. (Bild: as.)
Jacqueline Rubli zeigt es vor, die Kinder singen und tanzen es nach. (Bild: as.)

Applaus für alle

Zuzwil. Mit einer Rassel und Serviette ausgerüstet setzten sich die Kinder auf den Boden und erwarteten gespannt den Beginn des Konzertes. Der Saal des Pfarreiheims war rappelvoll, als Jacqueline Rubli die Konzertbesucher am Mittwochnachmittag begrüsste. Bevor sie jedoch den Frühling hervorlocken konnte, wurden die letzten Flocken aus den Wolken gejagt.

 

Bekannte Lieder

Rublis Winterlieder waren vielen der Kinder schon bekannt, und so sangen sie eifrig mit. Auf der Suche nach dem Schnee wirbelten die Flocken rockig umher. Alle Schneeflocken wurden erweckt und eingeladen mitzutanzen. Mit Begeisterung waren die jungen Besucher dabei. Sie sangen und drehten sich im Kreis oder wippten einfach mit. Kurz darauf legten sie sich nach einer kurzen Instruktion die weissen Servietten auf die Köpfe und waren bereit, als Schneeglöcklein die Schneedecke zu durchstossen und mit feinem Glockenklang den Frühling einzuläuten.

So richtig gut den Winter vertreiben kann man bekanntlich mit der Fasnacht. So schlüpften die Kinder in die Rolle von Tieren und trampelten als Mäuschen, streckten sich zur vollen Grösse von Elefanten und schwangen die Hüfte eitel wie ein Pfau. Selbst die ganz Kleinen waren voll dabei und eiferten den grösseren Kindern nach.

Tausende von Blumen verbreiteten danach die Frühjahrs-Stimmung und waren dankbar für den Regen. Nach Herzenslust schmatzen durften die Kinder beim Raupen-Lied, und genau Hinhören war beim Osterhasen gefragt. Wie viele Eier hat er wohl aus seinem Körbchen verloren? Als der Bauer dann noch die Tiere aus dem Stall lässt, sind die Kinder kaum mehr zu halten: Jedes möchte gern auf einem Steckenpferd über die Wiese springen, aber auch die Rasseln werden eifrig geschüttelt.

 

Finger hoch und nachfragen

Wer wohl dem Maulwurf auf den Kopf gemacht hat? Mit einem Lied zum beliebten Kinderbuch machten sich alle auf die Suche. Viele der Kinder sind im Kindergarten und einige von ihnen werden im Sommer in die erste Klasse kommen. Neben der Vorfreude schleicht sich sicher auch ein wenig Angst ein. Was tun, wenn man etwas nicht weiss? Das letzte Lied des Kinderkonzertes bietet dazu eine Lösung. Finger hoch und nachfragen. Jacqueline Rubli führte mit ihren Liedern vom Winter und den letzten Flocken in den Frühling. Auf dieser Zeitreise wurde sie von ihren Kindern Ilayia, Joshua, Jalina und Yelena kräftig unterstützt. Sie griffen immer wieder selber zum Mikrophon und sangen mit Hingabe. Das ganze Konzert wurde von Walter Gysel auf dem Keyboard begleitet. In ungezwungener Atmosphäre konnten sich Besucher wie auch Musiker den Klängen hingeben. Die jungen Konzertbesucher wurden immer eingebunden und durften teils selber Instrumente wie den Triangel oder die Klangstäbe zum Tönen bringen. So verging die Stunde schnell, und mit glücklichen Gesichtern verliessen alle den Saal.

 

Andrea Schlegel